Bei Lkw und Sattelzugmaschinen teilt sich die Elektrik zwischen Kabine und Rahmen. In der Kabine liegen Instrumententafel, Heizung und Klimatisierung, Sitz- und Spiegelbedienung; am Rahmen Scheinwerfergruppen, Blink- und Bremsleuchten, Anhängersteckdose sowie Kraftstoff- und Luftsysteme. Die Übergänge zwischen beiden sind die am stärksten belasteten Stellen.
Was die Straße mit dem Kabelbaum macht
Leitungen am Rahmen stehen unter dauernder Vibration; mit dem Federweg wird der Baum gezogen und gebogen. Schlamm, Streusalz, Öl und Kraftstoff sind Alltag. Die Leitung zur Anhängersteckdose ist zugleich beweglich und am stärksten der Witterung ausgesetzt – dort zählen Dichtigkeit und mechanischer Schutz.
- Dauernde Vibration und Zug an Rahmenleitungen
- Schlamm, Salz, Öl und Kraftstoffkontakt
- Wiederholte Bewegung am Übergang Kabine–Rahmen
- Direkte Witterung an der Anhängersteckdose
- Hohe Temperatur in Motornähe
Wie wir den Kabelbaum aufbauen
Am Rahmen bevorzugen wir dickwandige Leitungen und mechanischen Schutz; in der Kabine kommen flexible, dünnwandige Leitungen für enge Kanäle zum Einsatz. Der Querschnitt ergibt sich aus Leitungslänge und Last zusammen.
Wo die Vibration hoch ist, wird der Baum so geplant, dass zwischen den Befestigungspunkten kein Spiel bleibt; außerhalb der Kanäle kommen Spiralschlauch oder Schutzschlauch dazu. An Steckeraustritten wird die Biegerichtung so festgelegt, dass bei der Montage nichts verspannt wird.
Die Prüfung vor der Auslieferung
Die Bäume werden auf Durchgang und Kurzschluss geprüft; Crimpverbindungen und Kontaktsitz werden kontrolliert. Bei Wiederholaufträgen ist die Maß- und Kennzeichnungstabelle fixiert, sodass jede Folgecharge identisch ausfällt.
Wir fertigen Einzelstücke für ein Fahrzeug ebenso wie wiederholbare Bäume für die Serie. Senden Sie Zeichnung oder Muster, wir kalkulieren mit Leitungs-, Stecker- und Schutzoptionen.